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Was ist eigentlich...



Bund-Future?

Ein Future verbrieft das Recht, zu einem vorher betimmten Zeitpunkt ein Wertpapier zu kaufen oder zu verkaufen. Der Bund-Future verbrieft das Recht, eine idealtypische (fiktive) Bundesanleihe mit einem Zinssatz von 6% und einer Laufzeit von 10 Jahren zu erwerben (oder zu veräußern). Ist das Zinsniveau niedriger als 6% auf 10 Jahre, so steigt der Bund-Future im Preis (er verbrieft ja das Recht, 6%, also mehr als marktüblich, zu bekommen). Ist das Zinsniveau höher, so fällt der Kurs des Bund-Futures.

Die Veränderung des Kurses des Bund-Futures spiegelt also die Entwicklung der langfristigen Zinsen (länger als 10 Jahre) wider.

Einen Chart zum Bund-Future finden Sie hier.


Cash Flow?

Der Cash Flow drückt die Veränderung der liquiden Mittel während einer Periode (Geschäftsjahr) aus. Er errechnet sich aus der Differenz zwischen den effektiven Zuflüssen an Mitteln und den effektiven Abflüssen.

Der Cash Flow drückt die Höhe der Mittel aus, die für Investitionen oder Bedienung von Kapital (Gewinnausschüttungen, aber auch Tilgung) zur Verfügung stehen.

Je nach Herkunft der Mittel unterscheidet man zwischen operativem Cash Flow oder Cash Flow aus Finanzierungs- oder Investitionstätigkeit.

Mehr dazu:
Cash Flow oder: Warum interessiert sich die Bank für Ihre Badewanne?




DCF?

Discounted Cash Flow
: abgezinster Cash Flow

Mit dieser Methode wird der Cash Flow der Zukunft, also die zukünftig erzielten Erträge, auf den heutigen Wert abgezinst: 1.000 €, die man heute hat, sind mehr wert als 1.000 € in einem Jahr.

Es ist dies eine Methode, um den Wert eines Unternehmens ermitteln zu können, da dieser sich letztlich daran misst, welche Gewinne das Unternehmen in Zukunft erzielen und damit eine Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Kaufpreis) bewirken kann.


EBIT?

Earnings Before Interest And Tax: Ergebnis vor Zinsergebnis und Steuern

Diese Zahl drückt die Ertragskraft eines Unternehmens unaghängig von der Art seiner Finanzierung (Eigen-/Fremdmittel) aus, da das durch Fremdfinanzierungen beeinflusste Zinsergebnis nicht berücksichtigt wird. Es kann mit dieser Kennzahl die Ertragskraft von Unternehmen verglichen werden. Gleichzeitg drückt diese Zahl aus, wieviel dem Unternehmen zur Bedienung von Kapital, unabhängig ob als Gewinnausschüttungen auf Eigenkapital oder als Kapitaldienst für Fremdkapital zur Verfügung steht.


EBITDA?

Earnings Before Interest, Tax, Depreciation and Amortisation:

Ergebnis vor Zinsergebnis, Steuern und Abschreibungen

Diese Zahl neutralisiert den Einfluss, der durch das Anlagevermögen und dessen Finanzierung auf das Betriebsergebnis ausgeübt wird. Ein Unternehmen mit einer hohen Quote an Leasingfinanzierungen reduziert seine Abschreibungen und verändert den Cash-Flow. Ein Unternehmen mit hoher Investitionstätigkeit in das eigene Anlagevermögen erhöht seine Abschreibungen und verschlechtert damit optisch sein Ergebnis gegenüber einem Unternehmen mit niedriger Investitionstätigkeit und u.U. veralteten Anlagen. Das EBITDA stellt eine Vergleichbarkeit her.

Diese Zahl drückt die Höhe der Mittel aus, die dem Unternehmen für seine Investitionen und deren Finanzierung zur Verfügung stehen.


EURIBOR?

Euro Interbank Offered Rate

Zinssatz, zu dem sich Banken untereinander kurzfristig (bis 12 Monate) Geld leihen. Orientiert sich am Referenzzinssatz der EZB.

Dient als Basis für die Berechnung des Zinssatzes, der für die Kreditkunden der Bank gilt, da er quasi der "Einkaufspreis" der Bank ist (s. auch: Was kostet ein Kredit?).

Mehr zum EURIBOR finden Sie hier.

Hier sehen Sie die aktuellen Charts.


Factoring?

Beim Factoring verkaufen die Unternehmen ihre Forderungen an eine Spezialgesellschaft (den Factor). Die Kunden zahlen an den Factor.

Das Unternehmen erhält die Summe der Forderungen abzüglich eines Abschlages. Der Vorteil für das Unternehmen besteht darin, dass es sofort über den Gegenwert der Forderungen verfügen kann und, je nach Gestaltung des Factoring-Vertrages, das Ausfallrisiko nicht mehr tragen muss. Außerdem kann das gesamte Debitoren- und Forderungsmanagement an die Factoringgesellschaft verlagert werden.

Natürlich kostet das Factoring Geld. Aber die Finanzierung der forderungen über einen Kontokorrentkredit bei der Bank kostet auch Geld. Die Verlagerung des Ausfallrisikos (das auch Geld kostet) schafft Sicherheit bei der Liquididtätsplanung. Das Outsourcing des Forderungsmanagement entlastet die Kapazitäten im Rechnungswesen. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen ist das Factoring daher ein geeignetes Instrument.


Liquidität?

Mit Liquidität werden die Mittel bezeichnet, die dem Unternehmen kurz- bis mittelfristig zur Verfügung stehen, um seinen Verpflichtungen nachkommen zu können. Man unterscheidet verschiedene Liquiditätsstufen, je nach der Möglichkeit, diese Vermögenswerte "flüssig" machen zu können:

Die höchste Liquiditätsstufe haben die Barmittel (Kasse) und Bankguthaben: Sie sind de facto taggleich einzusetzen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vorräte und sonstige Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens haben niedrigere Liquiditätsstufen, je nach Laufzeit bzw. Verwertbarkeit.

Anlagevermögen wird nicht zur Liquiditätsermittlung herangezogen, da die Veräußerung des Anlagevermögens die Auflösung des Unternehmens mit sich bringt.


MaK Mindestanforderungen an das Kreditgeschäft der Kreditinstitute?

Die MaK formulieren einheitliche Richtlinien für alle Kreditinstitute, wie sie Kreditgeschäft zu betreiben haben. Sie sind Anweisungen des BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) und haben damit Rechtscharakter. Sie sind auch Ausfluss des Konsuktationspapieres "Basel II" der BIZ Bank für Internationalen Zahlungsausgleich.

Zu den Kernelementen der MaK zählen die Festlegung einer Kreditrisikostrategie, die Trennung bestimmter Funktionen, klar definierte Kreditprozesse, eine sachgerechte Überwachung der Risiken auf Portfolioebene und ein funktionsfähiges Berichtswesen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Umlaufrendite?

Es ist dies die durchschnittliche Rendite aller am Markt "umlaufenden" (=gehandelten) Anleihen von Emittenten erstklassiger Bonität (in der Regel Bundesanleihen) mit Restlaufzeiten ca. 3,5 - bis 10 Jahre. Die durchschnittslaufzeit liegt daher bei etwa 6 Jahren. Sie ist damit ein Maßstab für das Niveau der mittelfristigen Zinsen.

Die Entwicklung der Umlaufrendite ist für Sie interessant, wenn Sie Investitionen planen, die Sie mittel- bis langfristig finanzieren wollen oder die Umschuldung kurzfristiger Verbindlichkeiten in mittel- bis langfristige Kredite vorhaben.

Einen Chart zur Umlaufrendite finden Sie hier.



Verschuldungsgrad/Verschuldungsdauer?

Diese Zahl drückt aus, wie lange ein Unternehmen braucht, um aus seinem Cash-Flow alle bestehenden Verbindlichkeiten abzubauen.

Diese Kennziffer erfährt eine immer stärkere Bedeutung im Rating durch die Banken. Eine Dauer von mehr als sieben Jahren ist in der Regel ein KO-Kriterium bei der Kreditvergabe.




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