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Ratingagenturen nehmen uns nicht das Denken ab!

EU will Länderratings verbieten.

Das ist der falsche Weg! Warum? Nicht die Ratingagenturen sind das Problem, sondern der Umgang mit ihren Bewertungen. Vergleichen wir es mit dem TÜV: Verweigert er die Plakette wegen Bremsproblemen, so hat nicht er die Bremsprobleme verursacht, sondern er weist darauf hin. Verbietet man ihm jetzt diesen Hinweis, wird ein nicht verkehrssicheres Auto auf den Straßenverkehr losgelassen. Kein Mensch würde auf diese Idee kommen!

Andersrum allerdings werden auch Fehler gemacht: Nur, weil eine TÜV-Plakette am Auto klebt, heißt es noch lange nicht, dass das Auto in Ordnung ist. Der Motor kann trotzdem morgen kollabieren oder der Sitz durchgesessen sein. Und so war es mit den Staatsanleihen – oder den Lehmann-Zertifikaten: nur, weil diese gut geratet wurden, hat sie jeder gekauft und nicht mehr hingeschaut, welche Risiken er sich da eigentlich ins Portfolio legt.

Die Qualität der Papiere wird durch die Ratingagenturen beurteilt, nicht beeinflusst. Klar: wenn der TÜV die Plakette wegen kaputter Bremsen verweigert, sinkt das Auto im Wert. Kann man natürlich dem TÜV die Schuld zuweisen. Aber ist das vernünftig?

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