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Neulich bei der Bank… (3)

Es geht um eine Existenzgründung. Die Branche ist so lala. Eigenkapitaleinsatz etwa 15%, der Rest soll über die Bank finanziert werden.

Bank: Das Konzept scheint Sinn zu machen, der Businessplan ist plausibel. Wir können das Projekt begleiten. Wie sieht es denn mit Sicherheiten aus? Sie haben da ja ein unbelastetes Haus…

Kunde: Das Haus möchte ich da raus halten. Wissen Sie, womöglich geht das Konzept doch nicht auf und dann wäre das Haus weg.

Bank: Aber Sie sind doch überzeugt, dass Ihre Idee funktioniert?!

Kunde: Ja, schon…   Aber man kann ja nie wissen…

Bank: Aber wir können es doch noch viel weniger wissen. Warum sollten wir Ihnen denn einen ungesicherten Kredit geben, also das Risiko voll übernehmen – und Sie wollen das nicht tun?

Kunde: Weil Sie die Bank sind!

Bank: Unsere primäre Aufgabe ist es, Liquidität zu stellen, aber nicht, unternehmerische Risiken zu übernehmen. Wir sind ja auch bereit, ins Risiko zu gehen, aber nur mit Ihnen gemeinsam. Wenn Ihre Möglichkeiten, Sicherheiten zu stellen, nicht ausreichen, werden wir gerne ein Restrisiko mittragen. Aber Sie müssen Ihren Teil des Risikos auch tragen.

Kunde: Aber es ist doch mein Elternhaus!

Bank: Und es ist das Geld unserer Kunden und bei öffentlichen Krediten: das der Steuerzahler. Warum sollten die Ihr Risiko übernehmen, wenn Ihnen selbst das zu gefährlich ist? Geht es gut, profitieren Sie. Geht es nicht gut, haben andere den Schaden…

Tja, manchmal muss man die Banken auch verstehen. Schade nur, dass sie nicht immer so risikobewusst agieren und das Geld des Steuerzahlers schützen wollen.

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